
Fraternitas unterstützt die Kinder und Jugendlichen nicht nur bis zur Vollendung des obligatorischen Schulunterrichts, sondern bis zu einem Berufsabschluss. Dieser ermöglicht ihnen, ein selbständiges Leben nach dem Austritt zu führen.
Diese Unterstützung kostet uns im Jahr rund Fr. 17’500. Gut investiertes Geld, wie das Beispiel von Pia Flores zeigt.
Cecilia Berther aus Horw ist seit den Anfängen eine treue Gönnerin. Sie unterstützt unser Kinderhilfswerk nicht nur finanziell, sondern auch ideell. Nach ihrer Pensionierung reiste sie insgesamt acht Mal nach Casma. Der erste Einsatz dauerte sechs Monate, die folgenden jeweils drei Monate. Als ausgebildete Heilpädagogin mit guten Spanischkenntnissen, brachte sie ideale Voraussetzungen mit.
Während ihrem allerersten Aufenthalt in Casma lernte sie Pia Flores, damals einjährig, kennen. Bis heute pflegt Cecilia Berther verschiedene Kontakte – sowohl mit Madrinas als auch mit ehemaligen Kindern. Vor kurzem erhielt sie einen Brief von Pia Flores, die unterdessen erfolgreich ihr Wirtschaftsstudium abschloss.
Wir gratulieren Pia Flores herzlich zu Ihrem Abschluss und wir danken an dieser Stelle Cecilia Berther für ihr jahrelanges und nachhaltiges Engagement.
Brief von Pia Flores
Liebe Madrina Cecilia,
wie geht es Ihnen? Ich hoffe gut.
Ich möchte Ihnen mitteilen, dass letzte Woche meine Abschlussfeier stattfand, an der die Madrinas Gloria, Aurea und Elena teilgenommen haben.
Ich werde immer sagen, dass dies euer Erfolg ist, denn seit ich mich erinnern kann, habt ihr mich unterstützt. Aber es ist auch ein Erfolg von Ihnen, von meiner Madrina Pia und von jedem Padrinos, der uns hier in Peru besucht hat, und von denen, die sich von der Schweiz aus um uns gekümmert haben. Jeder von Ihnen hat mich mit seinen Geschichten und Lehren motiviert und ermutigt, bei jedem Schritt, den ich gemacht habe, weiterzumachen.
Jetzt beginne ich mein Berufsleben und bin zufrieden mit dem, was ich tue. Ich erinnere mich noch gut daran, dass Sie zu Beginn meines Studiums große Sorge hatten, dass es mir nicht gefallen würde, aber nun sind schon fünf Jahre vergangen und ich habe meinen Abschluss gemacht. Wie ich mit meiner Madrina Gloria gesprochen habe, ist die Zeit schnell vergangen und ich bin glücklich, aber gleichzeitig auch ein wenig nostalgisch. Glücklich, weil ich, wie meine Madrinas mir sagen, nun in der Lage bin, mich im Leben zu rechtzufinden, und nostalgisch, weil Fraternitas mir sehr viel bedeutet.
Es ist mir ein grosser Wunsch, dass alle meine jüngeren Geschwister weiterhin die Unterstützung erhalten, die Fraternitas mir gegeben hat, und dass sie so grossartige Menschen werden können wie meine älteren Geschwister. Ich weiß, dass die Arbeit, die Madrina Pia seit der Gründung von Fraternitas geleistet hat, hart war und dass alle, die dazu beigetragen haben, grosse Anstrengungen unternommen haben. Deshalb möchte ich Ihnen sagen, dass ich sie sehr bewundere, für ihre Selbstlosigkeit und ihr edles Herz.
Ich werde allen immer dankbar sein, Ihnen, Madrina Cecilia, meiner Madrina Pia, Ihrer Schwester Tarzicia, und ich könnte noch alle Namen der Padrinos und Madrinas aufzählen, aber ich glaube, das würde den Platz auf dem Blatt, auf dem ich diesen Text schreibe, nicht reichen (hehehe).
Ich bin stolz und sehr glücklich, dass ihr meine Fraternitas-Familie seid.

